Rob Hall – die Bergziege

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Rob Hall, 90 * 90 cm, 2017

Robert Edwin „Rob“ Hall (1961 – 1996) war ein neuseeländischer Bergführer am Mount Everest in den 1990er Jahren.

Er organisierte jährlich Touren zum Mount Everest mit der Agentur Adventure Consultants, die es noch heute gibt. 1996 hatte er bereits vier Besteigungen des Mount Everest vorzuweisen und ist damit eine Legende des Mount Everest. Nur einige Sherpa waren öfter am Gipfel. Dabei hatte er 39 Menschen zum Gipfel des Mount Everest geführt. Rob Hall war bekannt für Verlässlichkeit und Sicherheit und dadurch attraktiv für Bergsteiger der ganzen Welt. Er führte die Spitznamen „Bergziege“ und „Show“.

Hall wuchs in Neuseeland auf und kletterte dort in den Südalpen. 1988 traf er Gary Ball, mit dem er die Seven Summits in sieben Monate kletterte. Nach diesem Erfolg gründete beide 1992 Adventure Consultants.

Mount Everest 1996

Rob starb während der Tragödie am Mount Everest 1996 und wurde posthum weltbekannt. Ich einer kalten und stürmischen Nacht war er am Ende wie sieben andere Menschen zu erschöpft, um sich in Sicherheit zu bringen.

Im Frühjahr 1996 organisierte er eine Besteigung mit einigen Klienten. Leider suchte er sich für den Aufstieg den falschen Tag aus und versucht um jeden Preis, seine Klienten auf den höchsten Punkt der Welt zu bringen. Weil nicht alle den Gipfel erreicht hatten stieg er am Gipfeltag auch dann nicht ab, als der Sturm aufzog.

Diese Ereignisse wurden in zahlreichen Büchern beschrieben, Anschaulich und spannend findet sich dies in Jon Krakauers “Into Thin Air” – der Journalist John Krakauer war ein Teil von Rob Halls Team – and Göran Kropps “Ultimate High: My Everest Odyssey”. Auch auf der Nordseite des Berges starben im gleichen Zeitraum Menschen wie Tsewang Paljor, auch Green Boots genannt.

Sogar in dem Film „Mount Everest“ kam die Geschichte 2015 zu Ehren, inklusive seiner Frau Jan Arnold und seines Rivalen Scott Fisher und dessen Expedition. 

Der Aufstieg vom Süden

Die Expeditionen von Rob Hall und von Scott Fischer versuchten, wie die meisten Expeditionen, von der Südseite den Mount Everest zu besteigen. Diese Seite des Berges ist zwar stärker dem Wetter von Süden ausgesetzt (etwa dem Monsum), aber auch wegen der Visa leichter zu erreichen.

Mount Everest Südsattel, 220 * 135 cm, 2014

Das letzte Camp vor dem Gipfeltag liegt auf dem Südsattel, der auf 8.000 m Höhe und damit an der Grenze der Todeszone liegt. Bis dorthin sollten Menschen nach dem Aufstieg mindestens gelangen. Von hier aus geht es über den süd-östlichen Grat und den „Balcony“ zum Südgipfel (auf obigen Bild sieht dieser wie der Gipfel aus) immer am Rand zur gefährlichen Ostwand entlang.

Die verbliebenen Höhenmeter sind recht ausgesetzt und beinhalten den Hillary-Step, bevor man endlich die halbe Wegstrecke geschafft hat.

Rob Halls Leiche

Rob Halls Leiche liegt noch meinem Wissen noch in der Nähe des Ortes, an dem er starb, knapp unterhalb des Südgipfels:

Rob Hall

Dieses Foto stammt aus dem Buch von Göran Kropps „Ultimate High: My Everest Odyssey”. Dieses Buch ist lesenswert, weil dieser Bergfanatiker, der „verrückte Schwede“ von Sweden mit dem Fahrrad nach Nepal fuhr und weil er sich an den Rettungsversuchen beteiligte.

Scott Fisher

Göran Kropp erreicht den Gipfel des Everest etwa zwölf Tage nachdem Rob Hall starb. Göran fand dabei auch die Leiche von Scott Fisher, dem zweiten Bergführer im Drama vom Mount Everest 1996. Auch dieses Foto bildete er in seinem Buch ab.

Dieses Gemälde ist Teil der Serie Legenden des Everest mit mehr Porträts der bekanntesten Bergsteiger.

1 Kommentar zu „Rob Hall – die Bergziege“

  1. Sorry, so dramatisch das alles ist, aber das ist in den Tod gehen mit Ansage. Mit seinem Leben kann jeder machen was er will, aber all diese Menschen machen auch etwas mit dem Leben anderer Menschen, wie jeder Extremsportler. Dafür fehlt mir leider jedes Verständnis.

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